Feeds:
Innlegg
Kommentarer

Source: [Rezension] Heine Bakkeid: … und morgen werde ich dich vermissen

Mimi 2018 Longlist

Welcher ist Ihr Lieblingskrimi des Jahres?

101414-45f1660f52dd3b6e5877fa1bc232dd67

bildemanus

Source: Wrack – Heine Bakkeid «… und morgen werde ich dich vermissen»

Äntligen!

20394391_106917753324798_2075949752209375232_n

Massolit Förlag

Äntligen!
Den norske kjekke fyren Heine Bakkeid har skrivit I morgon kommer jag att sakna dig som fått finfin kritik även i Sverige, tex: «Spännande historia i karga nordnorska miljöer med stormande hav och fyrar» – Dagens Nyheter, «Man kan inte lägga den ifrån sig innan sista sidan är läst.» – Ölandsbladet och «Heine Bakkeid levererar spänning med övernaturliga inslag.» – Värnamo Nyheter. Läs eller lyssna! #freddegranberg läser

22.06.2017   von rowohlt

Das Meer gibt. Das Meer nimmt.

Heine Bakkeid, die Thriller-Entdeckung aus Norwegen – fesselnd, atmosphärisch, voller Sogkraft

© Erlend Ashkov
© Erlend Ashkov

Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, steht er vor dem Nichts. Ulf, sein Freund und Psychologe, überredet ihn, nach einem verschwundenen jungen Mann zu suchen. Rasmus Moritzen hatte auf einer verlassenen Leuchtturminsel im nordnorwegischen Meer gearbeitet. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Als während der Herbststürme eine Leiche angeschwemmt wird, ist Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus.

Stimmen zu Heine Bakkeids Thriller

«Fesselnd von der ersten Zeile an. Und dank der großartigen, abwechslungsreichen und bisweilen spielerischen Prosa spannend bis zum Schluss.» (Harstad Tidende)
«Bakkeids Stärke liegt in der Schilderung von Sturm, Meer und Wellen. Da gibt es Farben, Gerüche und Geräusche, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.» Dagbladet)
«Meisterhaft eindrucksvolle Szenen.» (Stavanger Aftenblad)

Das wird nicht gut enden

Als Thorkild Aske nach drei Jahren aus dem Gefängnis in die Freiheit entlassen wird, ist er 44. Und ziemlich am Ende: körperlich, seelisch, moralisch. Einige Monate vor seiner Entlassung hat er versucht, sich an einem Rohr der Gemeinschaftsdusche zu erhängen. Hätte geklappt, wäre das Rohr nicht durchgebrochen. Was Thorkilds Leben ruinierte, erfahren wir erst im Lauf der Geschichte, Facette für Facette.
Nur so viel ist von Anfang an klar: Man hat Thorkild die Schuld am Unfalltod einer jungen Frau gegeben – Frei, Tochter des einflussreichen Stavanger Anwalts Arne Villmyr. Das vermutlich unter Einfluss einer synthetischen Droge geschehene Unglück hatte für Thorkild dramatische Folgen: Suspendierung vom Dienst bei der Spezialeinheit für interne Ermittlungen in Bergen, Prozess, Gefängnis, Berufsverbot. Frei und Thorkild, eine Geschichte von Liebe, Schuld und Verrat. Die nächtliche Todesfahrt verfolgt ihn bis in seine von Leonard-Cohen-Songs verdüsterten Träume. «You who wish to conquer pain, you must learn what makes me kind …»
Eigentlich gibt es nur zwei Menschen, auf die Thorkild sich bedingungslos verlassen kann: seine Schwester Liz und Ulf Solstad, «Psychiater und Leiter meiner neuernannten Verantwortungsgruppe». Ulf lernte er praktischerweise im Knast kennen, wo dieser eine achtzehnmonatige Freiheitsstrafe wegen Erpressung absitzen musste. Ulf ist es auch, der Thorkild all die Tabletten besorgt, die ihn irgendwie über den Tag und durch die Nacht bringen. Schmerzmittel, Schlafmittel, Aufputschmittel, ein wilder Mix.

«Geben Sie uns ein Grab, Aske. Noch ein Grab. Ist das verdammt noch mal zu viel verlangt?»

Ausgerechnet für Villmyr und dessen Exfrau Anniken soll Thorkild einen Suchauftrag erledigen. Ihr gemeinsamer Sohn Rasmus ist seit Tagen spurlos verschwunden. Rasmus lebte seit einem halben Jahr auf einer winzigen Leuchtturminsel vor der Küste Nordnorwegens, um dort ein ehemaliges Konferenzhotel in ein Eventhotel umzubauen: als Wellnessoase für Leute mit Spaß an Wracktauchen, Harpunenfischen und anderen exzentrischen Freizeitvergnügungen.
Niemand scheint mehr damit zu rechnen, Rasmus noch lebend zu finden. Für die örtliche Polizei ist der Fall klar: «Der Däne», wie er genannt wurde, ist ertrunken. Niemand überlebt auf dem Meer ein Unwetter wie das der letzten Tage, heißt es. Ob Rasmus’ Leiche jemals gefunden wird, erscheint mehr als zweifelhaft. Villmyr und seine Exfrau wollen nur eines: dass ihr toter Jungen gefunden wird. «Er kann nicht einfach verschwinden, als hätte er nie existiert. Wir brauchen ein Grab, zu dem wir gehen können. (…) Geben Sie uns ein Grab, Aske. Noch ein Grab. Ist das verdammt noch mal zu viel verlangt?»
Als Thorkild zum ersten Mal einen Fuß auf die verlassene Insel im Fjord setzt, ahnt er, dass hier schreckliche Dinge passiert sein müssen. Während die Polizisten vor Ort ihn mit kaum verhohlener Feindseligkeit behandeln, wird er von Harvey Nielsen und seiner Frau Merethe freundlich aufgenommen. Beide sind ziemlich ungewöhnliche Menschen. Während Harvey mit großer Zähigkeit seine Miesmuschelfarm vor der Küste betreibt, arbeitet seine Frau als Beschäftigungstherapeutin in der Seniorenbetreuung. Und sie hat eine besondere Gabe: Sie kann über Energieströme und Aura Kontakt zu Geistern herstellen. Kein Wunder, dass Thorkild mit seiner verzweifelten Obsession sich auf eine Séance mit Merethe einlässt. Eine Begegnung, die ihm endlich Klarheit über sich und Frei verschaffen soll. Eine Begegnung, die endlich die in ihm schlummernde Todessehnsucht beenden soll.

«Ich muss wissen, wo die Grenze verläuft …»

Es sind die speziellen Zutaten, die Bakkeids Thriller aus der Flut von skandinavischen Kriminalromanen herausragen lassen. Einen zerrisseneren, tragischeren Helden als den Expolizisten Thorkild Aske kann man sich nur schwer vorstellen: ein Mann, dem die Leidenschaft für eine rätselhafte Frau zum Verhängnis wird. Bakkeid, in Norwegen als Autor erfolgreicher Jugendbücher bekannt, spielt in seinem ersten Thorkild-Aske-Thriller brillant mit dem Changieren zwischen Realität und Phantasie. Ständig bewegt man sich als Leser auf schwankendem Boden.
Nie kann man sich sicher sein: Macht Thorkild das jetzt wirklich? Träumt er – oder hat ihn der fatale Tablettenmix wieder einmal ins pharmakologische Nirvana abdriften lassen, in dem auch schon mal Wiedergänger und andere tote Seelen seinen Weg kreuzen können? Er erlebt diese Trugbilder «so echt, so intensiv, dass ich, wenn ich daraus erwache und wieder in die Realität zurückkehre, das Gefühl habe, ich wäre gerade durch eine falsche Tür gegangen, und mein Körper von Panik befallen wird. Ich drehe mich um und will nach der Klinke greifen, aber es gibt keine Tür. Nur mich, allein, in irgendeinem kalten Wartezimmer.»
Und so folgt man Thorkild gespannt und gebannt, wie er dem Rätsel um den Verschwundenen immer näher kommt. Wurde Rasmus wirklich Opfer eines Tauchunfalls? Wer ist die geheimnisvolle «Tote ohne Gesicht» und ohne Unterarm, die niemand zu vermissen scheint – «die Frau, mit der alles angefangen hat»? Und was hat das alles mit dem russischen Trawler zu tun, der Monate zuvor in der Nähe der Leuchtturminsel havarierte?

bilde1

… und morgen werde ich dich vermissen

Die Thriller-Entdeckung aus Skandinavien: packend, atmosphärisch, voller Sogkraft.
Wenn man am Tiefpunkt ist, gibt es nur einen Weg: Hoch, in den Norden
Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Nun steht er vor dem Nichts. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, lässt er sich von seinem Freund und Psychologen Ulf überreden, nach einem jungen Mann zu suchen: Rasmus Moritzen arbeitete auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel im nordnorwegischen Meer. Er ist spurlos verschwunden. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Doch damit wollen sich Rasmus’ Eltern nicht zufrieden geben.
Thorkild macht sich auf in den Norden, wo die Polarnacht anbricht. Bald schon bemerkt er, dass er nicht allein auf der kargen Felseninsel ist. Und als die Herbststürme wüten, wird tatsächlich eine Leiche angeschwemmt. Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus.

Erscheinungstermin: 23.06.2017